Eigentlich bin ich froh, wenn dieser Monat vorüber ist. Obwohl er auch Höhen bot, fand ich ihn anstrengend.
Gerne würde ich erleben, dass "die Politik" einen Paradigmenwechsel anstrebt - weg von der Maxime, dass Krankenhäuser auf Teufel komm raus Gewinne erwirtschaften müssen; weg von der Behauptung, wir hätten zuviele Krankenhäuser. Die Pandemie zeigt m. E,, dass wir nicht zuviele Krankenhäuser haben. Sie zeigt ganz klar, dass wir genügend Betten haben - aber zuwenig Personal, um die Patienten zu versorgen.
Um den Kopf wieder klar zu bekommen, machte ich einen Spaziergang. Der nächste Bach ist der Etzbach. Er entspringt oben in Roth, an seinem Ufer wurde damals die Wäsche gebleicht - ein heute unvorstellbarer, mühevoller Waschvorgang!
Das Quellgebiet |
früher Waschplatz, heute Viehweide |
Mein Weg begann nicht im Quellgebiet, sondern etwas talwärts. Schon einige Male zeigte ich Folgen des Klimawandels - heute bescherte er mir fast ungehinderte Aussicht auf Heckenhof und die Köttinger Höhe in Wissen/Sieg:
Der Etzbach |
Der Bach und seine Umgebung haben etwas Mystisches.
Spannende Details |
Einige Fichtenstämme stehen noch, allerdings hat sie ihr grünes Kleid verlassen und nur noch Gerippe ragt empor:
An dieser Stelle hat scheinbar ein Riese gearbeitet, auf den Resten wachsen heute Buchen:
Die besten Tage sind vorbei |
Wieder zu Hause, wird die Stickmaschine in Gang gesetzt. Es entstehen kleine Geschenke für Kolleg*innen, die uns in den nächsten Tagen verlassen. Die Datei habe ich als Applikation selber digitalisiert und je nachdem, welchen Stoff ich verwende, erhalte ich ein anderes Ergebnis.
Weil ich gerade so gut in Schwung war, entstand noch eine Mini-Tasche.
Das ausgewählte Motiv |
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Fertig! |
Im vergangenen Jahr nähte ich mir ein T-Shirt. Die Ärmelblenden stammten aus meiner Restekiste, passend dazu erstellte ich die Stickerei.
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Passt, wackelt und hat Luft - trägt sich bequem! |
Der Lockdown wurde verlängert, bis zum Valentinstag. Karneval findet online statt. Dieses Jahr keine Strüßje un Kamelle 😥! Keine Blumen zum Valentinstag. Aber die Hauptsache ist - so finde ich - dass wir gesund aus dieser Pandemie heraus kommen. Diese Hoffnung lässt mich "dä janze Driss" ertragen, kombiniert mit rheinischer Gelassenheit:
- Et kütt wie et kütt
- Et hätt noch immer jod jejange
Was ist eure Meinung?
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