In der Zeitung hatte ich über eine Wanderung im Siebengebirge gelesen, mit tollen Bildern und einer Wegbeschreibung versehen. Zehn Kilometer sind gut zu schaffen - meinen Wanderfreund konnte ich überzeugen, dass wir mal ausserhalb unserer vertrauten Wege wandern sollten...
Auf dem Aussichtspunkt "Rabenlay" |
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Der Plan |
Beeindruckend, die steile Wand mit den Basaltabbrüchen! Seit dem Mittelalter war hier Basalt und Trachyt abgebaut worden, auch für den Kölner Dom.
Naturschutzgebiet |
Blick auf die Godesburg |
schon halb verrottet |
Nach kurzer Zeit erreichen wir den Aussichtspunkt an den Weinbergen oberhalb von Oberdollendorf. Wir beschließen eine kurze Rast zu machen.
Aussicht von der Hütte "Rheinblick" |
Der Blick schweift weit ins Rheintal, Petersberg und Drachfels sind unverkennbar. Zusammen mit den bunten Weinblättern eine das Auge beruhigende Aussicht!
"Ach komm, lass uns bis Heisterbach wandern, dass schaffen wir". Mit diesen aufmunternden Worten verlassen wir den vorgesehenen Weg und folgen der Beschilderung zum Kloster Heisterbach.
Petersberg und Drachenfeld am Horizont |
Klosterruine Heisterbach |
Zu dem ehemaligen Zisterzienser-Kloster gehört nicht nur eine Jahrhunderte alte wechselhafte Geschichte, sondern auch die Sage von dem Mönch, der in den Wald ging und dort einschlief. Als er am nächsten Tag wieder am Kloster ankam, waren 300 Jahre vergangen. Die Sage bezieht sich auf den 2. Brief Petrus: "... dass beim Herrn
ein Tag wie tausend Jahre und tausend Jahre wie ein Tag sind.“
Im Haus Heisterbach, dem ehemaligen Gästehaus der Abtei, findet Mittwochs ein Café statt, getragen von ehrenamtlichen Damen, mit selbstgebackenem Kuchen und Kaffee. Themen jeglicher Art werden während der Öffnungszeit angeboten,dieser Nachmittag steht unter dem Motto "St. Martin". Sorgfältig wird auf die Beachtung der 2G-Regel geachtet.
Ich freue mich über eine Tasse Kaffee und ein Stück Apfelkuchen, dick mit Streuseln belegt! Eine willkommene Pause und wohlverdiente Stärkung!
Bei Sonnenschein machen wir uns auf den Rückweg durch den Herbstwald.
"Indian Summer" in Königswinter |
Natur pur... |
Irgendwann kommen wir doch auf den Rheinhöhenweg und zu dem Aussichtspunkt "Rabenlay" oberhalb der steilen Felswand, die wir zu Beginn unserer Wanderung bestaunten.
Aussicht von der Plattform |
Der Posttower in Bonn |
Auf unserem Weg ins Tal kommen wir an weiteren Aussichtspunkten vorbei, alle mit Ruhebänken ausgestattet. Bei Tageslicht sind sie sicherlich stark frequentiert. Nun aber sind wir bis auf ein paar (teilweise dunkel gekleidete, ohne Licht 😲 fahrende) Mountainbiker fast alleine unterwegs.
Bei diesen Lichtverhältnissen freue ich mich über die Bilder, die ich mit meiner Kamera mache...
Kurze Zeit später ist es finster, der Mond und die Taschenlampe des Mobiltelefons zeigen uns den Weg zum Auto.
Kurze Zeit später ist es finster, der Mond und die Taschenlampe des Mobiltelefons zeigen uns den Weg zum Auto.
Es war ein schöner Weg, mit tollen Aussichten und grundsätzlich gut ausgeschildert - eben nicht nur für Städter geeignet😇.
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